.........Michael Lindemann
 
 

Radtour 2006  

 Fahrrad-  Rundreise 1060 km


2006 hatte ich kein konkretes Ziel für die Tour. Ich wusste nur, dass ich ca. 2 Woche Zeit habe und verschiedene Radwege kombinieren wollte. Also ließ ich mich einfach mal so treiben...

S t r e c k e n ü b e r s i c h t

Dingelstädt - Naumburg (Unstrut- Radweg)
Naumburg - Barby (Saaleradweg)
Barby - Havelberg (Elberadweg)
Havelberg - Niederfinnow (Normale Straßen) 
Niederfinnow - Görlitz (Radweg Oder- Neiße)

Die Ausrüstung war die gleiche wie 2005, da sich diese bewährt hat. Wer Tipps in dieser Richtung braucht, einfach Bericht 2005 lesen.
Allerdings habe ich mir ein neues Fahrrad gekauft:


DIAMANT ELAN SUPREME

Hyraulische Bremsen

Federgabel

Vollausstattung

Preis: teuer


Tourtagebuch

 

1. Tag, Sonntag, 11.6.2006

Dingelstädt - Ritteburg 130 km (Unstrut- Radweg)

Zugfahrt von Gotha bis Dingelstädt (Start des Unstrut- Radweg). Ab Dingelstädt mit dem Rad. Sehr warm und natürlich Gegenwind. 
Abwechslungsreiche Strecke.Übernachtung Zeltplatz Ritteburg. Der Zeltplatz ist eine kleine Wiese neben der Schleuse. Das Schleusenhaus wird auch als Gaststätte und Pension genutzt. Sehr netter Wirt. Übernachtung inkl. Dusche 5 €. Diesen Zeltplatz habe ich auch später immer mal wieder gern genutzt.

2. Tag, Montag, 12.6.2006

Ritteburg- Naumburg 65 km (Unstrut- Radweg)

 

Wetter normal. Schöne Strecke, auch für Wochenendtouren mit Kindern geeignet. Ankunft auf Zeltplatz "Wiesengrund". Hier mündet die Unstrut in die Saale. Übernachtung inkl. Dusche 9,50€


3. Tag, Dienstag, 13.6.2006

Naumburg - Halle 73 km (Saale- Radweg)

Den ganzen Tag über 30°C. In Halle zwei mal verfahren, da die Ausschilderung dehr ungenau ist.

Anmerkung:
Ich hatte mal gedacht, dass man sich bei den Flussweg- Radtouren nicht verfahren kann. Man braucht sich ja immer nur am Wasserlauf zu orientieren. In größeren Städten bekommt man den Fluss oft aber gar nicht zu Gesicht. Hier kann man leicht einmal ein Schild übersehen und man merkt erst sehr spät, dass man sich verfahren hat.
Zum Beispiel habe ich mich 2004 in Jena (Saale- Radweg) mehrfach verfahren. Nachdem ich nicht mehr weiterwusste, hatte ich in einem Radladen nachgefragt. Hier bekam ich dann die lustige Auskunft, dass die Studenten immer mal die Schilder verdrehen. So kann man dann in Jena seine Kreise ziehen...

Da ich in der Umgebung von Halle keinen Zeltplatz gefunden hatte, übernachtete ich in Halle in der Jugendherberge. Die Übernachtung hat mit Frühstück 21€ gekostet. Dafür musste ich mir das Zimmer mit 7 Jugendlichen teilen, welche ihren Schulabschluss ausgiebig gefeiert hatten. Außerdem waren am nächsten Tag die Flaschenhalter von meinem Rad abmontiert. Das Rad stand in einem "abgeschlossenen" Kellerraum. In Zukunft werde ich Jugendherbergen meiden.


4. Tag, Mittwoch, 14.6.2006

Halle - Barby 100 km (Saale- Radweg)

Radweg vor und hinter Wettin sehr schlecht. Ansonsten schöne Gegend. Gegen nachmittag Regen und Sturm. Übernachtung in einer Pension.


5. Tag, Donnerstag, 15.6.2006

Barby - Schartau 74 km (Elbe- Radweg)

Bekannter Radweg vom Jahr davor. Radweg führt durch Magdeburg. Kurz hinter Magdeburg die Wasserstraßenkreuzung von Elbe und Havelkanal. Übernachtung auf dem Zeltplatz "Altkanal", inkl. Dusche 10€. Bedeckter Himmel aber kein Regen.


6. Tag, Freitag, 16.6.2006

Schartau - Havelberg (OT Nitzow) 95 km (Elbe- Radweg

Sehr schöne Landschaft. Zwei kurze Regenschauer. Heute mal keine Lust zum Zelten, daher Privatzimmer in Nitzow. Übernachtung inkl. Frühstück 20€.


7. Tag, Samstag, 17.6.2006

Nitzow - Hammer (bei Liebenwalde) 125 km (kein radweg, nur Bundesstraßen)

Heute mal den ganzen Tag Regenschauer und Sturm. Muss auf den Bundesstraßen sehr aufpassen, besonders wenn ich von LKWs überholt werde. Jacke, Hose und Schuhe sind nun durchweicht. Habe keine Pension gefunden, hatte bei dem Wetter auch keine Lust lange danach zu suchen. Habe einfach auf einem Bauernhof gefragt und konnte dort im Gästezimmer übernachten, meine Sachen trocknen und bekam am nächsten Tag ein tolles Frühstück. Musste nur das Frühstück bezahlen!


8. Tag, Sonntag, 18.6.2006

Hammer - Kienitz Nord 115 km (Bundesstraßen, Oder- Neiße- Radweg)

Schiffshebewerk Niederfinnow an der Strecke - imposantes Bauwerk. Ab Oder- Neiße- Radweg tolle Landschaft und unberührte Natur. Gegen Mittag endlich wieder Sonnenschein. In der Karte war in Kienitz Nord ein Zeltplatz eingezeichnet. Das war aber nur eine Wiese hinter einem Einfamilienhaus mit Platz für 2 Zelte. Betreiber des "Zeltplatz" sind aber sehr nette Leute. Übernachtung mit Dusche 5€.


9. Tag, Montag, 19.6.2006

Kienitz Nord - Bresinchen 118 km (Oder- Neiße- Radweg)

Das Oderbruch ist wirklich sehr schön. So richtig abgelegen. Kurzer aber heftiger Regenschauer auf freier Strecke. Sogar in den Radtaschen stand das Wasser! Danach wieder Sonne. Es dauerte bis zum Abend bis die Ausrüstung wieder trocken war.
Wollte im dunkeln nicht erst lange nach einer Unterkunft suchen, habe daher im Hotel (4 Sterne) übernachtet. Man machte mir einen Sonderpreis (20 € inkl.Frühstück), ich weis allerdings nicht warum!?


10. Tag, Dienstag, 20.6.2006

Bresinchen - Padrosche 110 km (Oder- Neiße- Radweg)

Sehr warmer Tag. Schöne Strecke mit vielen kleinen Imbissstellen. An einer Raststelle waren Visitenkarten mit  Übernachtungsangeboten angepinnt. Übernachtung inkl. Frühstück für 15 €. Da lässt man doch gern mal das Zelt im Sack.

Nette leute, tolles Frühstück...was will man mehr?


11. Tag, Mittwoch, 21.6.2006

Padrosche - Bahnhof Görlitz 60 km (Oder- Neiße- Radweg)

Der letzte Tag, zwiespältiges Gefühl: Einerseits freue ich mich auf zu Hause, andererseits könnte die Tour unendlich lange weitergehen...


Z u s a m m e n f a s s u n g

Wieder mal eine sehr schöne Radtour. Wetter meist gut. Den Oder- Neiße- Radweg werde ich in jeden Fall noch einmal fahren. Gesamter Radweg führt in Deutschland von Zittau (Erzgebirge) bis Henningsdorf (Usedom).

Hier einige Bilder:


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