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Radtour 2019 

Weser- Radweg von Hann. Münden nach Cuxhaven 536 km


Der Weserradweg ist geschafft: 536 km in 4 Tagen.



1. Tag  -  116 km

Mit dem Zug nach Hann. Münden. Dort Start gegen 10:00.

Etappenziel: Bodenwerder, die Münchhausenstadt.
Ein kurzer Anstieg vor Karlshafen.
Den ganzen Tag ca. 30°C und leichter Wind


2. Tag  -  137 km

Etappenziel: Stolzenau
Steiler Anstieg hinter Veltheim.
Temperatur ca. 38°C, leichter Wind. Diese Temperaturen erträgt man am besten auf dem Fahrrad.


3. Tag  -  169 km

Etappenziel: Lemwerder.
Sehr schöne Strecke, deshalb auch etwas länger gefahren.
Temperatur erträgliche 25°C aber starker gegenwind ab Verden.


4. Tag  -  114 km

Etappenziel: Cuxhaven
Von Blexen bis Bremerhaven mit der Fähre.
Temperatur 20°C und starker Gegenwind (z.T. Sturmböen Stärke 6). Da dieser Anschnitt direkt an der Küste entlang führt, spürt man den Wind sehr direkt.
Total erschöpft aber glücklich am Ziel. Kurze Verschnaufpause und mit dem Zug zurück nach Bremerhaven. Dort Übernachtung im Hostel "Bremerhaven" 


Z u s a m m e n f a s s u  n g

Mal wieder eine schöne Tour. Dieser Radweg ist wirklich perfekt ausgeschildert. Diesmal war es eine sportliche Tour. Zwei Tage Aufwärmen, zwei Tage Training am Limit. Diesmal wollte ich ich aber auch die Belastung bei hohen Temperaturen testen (38°C).
Diesen Radweg werde ich sicher noch einmal fahren, mir dafür aber mehr Zeit nehmen. Auffällig ist, dass fast nur noch E- Bikes/ Pedelecs unterwegs sind. Da diese sehr schnell und vor allem ältere Radler damit sichtbar überfordert sind, wird es immer enger auf den Radwegen.

Sport bei hohen Temperaturen:

Auch wenn Wärme gut für Muskeln, Gelenke und Sehnen ist, wird der Kreislauf bei hohen Temperaturen deutlich mehr belastet. Auch verursacht das stärkere Schwitzen einen erhöhten Flüssigkeits- und Minaeralverlust. Beides sollte nicht erst ausgeglichen werden, wenn die ersten Symptome (hoher Puls, verschwommenes Sichtfeld) auftreten.
Hohe Temperaturen erträgt man auf dem Fahrrad (auch lange Strecken) deutlich besser, als beim Lauftraining. Durch den Fahrtwind hat man allerdings das Gefühl weniger zu Schwitzen.
Daher ist es wichtig, schon vor dem ersten Durstgefühl und vor allem regelmäßig zu trinken. Spezielle isotonische Sportgetränke oder Getränke, welchen den angeblich verstärkten Magnesiumverlust ausgleichen sind nicht notwendig. Diese Getränke sind meist zu süß und verursachen bei hohem Verbrauch eher Magenprobleme.
Bei hohen Temperaturen und starken Trainings- und Wettkampfbelastungen sollte man sowieso keine Experimente mit neuen Getränken und/oder Müsliriegeln machen, sondern nur dass zu sich nehmen, was man vorher selbst getestet und gut vertragen hat. Nicht jeder verträgt alles!
Mein Tipp: etwas Salz in normales kohlensäurefreies Mineralwasser, für den besseren Geschmack einen Spritzer (nicht mehr) Orangen- oder Gurkensaft. Je nch Temperatur und Belastung regelmäßig, alle 15 Minuten davon trinken, so dass man auf ca. 0,5 - 0,75 l pro Stunde kommt. Noch mehr oder z.B. 2 Liter kurz hintereinander zu trinken hat keinen Zweck, da diese Menge an Flüssigkeit vom Körper gar nicht aufgenommen werden kann. Der Überschuss wird schnell wieder über den Urin ausgeschieden.
Weitere Maßnahmen bei Hitze sind Funktionskleidung, Sonnenschutz (Sonnencreme) und Schutz des Kopfes vor langer Sonneneinstrahlung (Hut beim Laufen/ Helm beim Radfahren). Einen Marathon sollte man bei Temperaturen über 30°C dennoch nicht laufen!
Ich hatte am zweiten Tag ca. 6 Liter Wasser (mit Salz und Orangensaft) dabei und bin damit gut über die Runden gekommen. Auch am nächsten Tag hatte ich auf der langen Strecke (169 km) keine Probleme. Der letzte Tag war der härteste. Die Windböen von vorn waren der sprichwörtliche Kampf mit den Elementen. Aber ich wollte es ja so...
 





Bilder Radtour 2019